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Über eingeschlossene Emotionen und was sie uns zu sagen haben.

Dass unser Körper verdammt smart ist, brauche ich dir wahrscheinlich nicht zu erzählen. Und, wenn du hier gelandet bist und regelmäßig meine Blog Artikel ließt, hast du vermutlich auch ein gewisses Interesse daran, deine inneren Vorgänge noch besser verstehen zu wollen.



Das Thema, welches ich dir heute mitgebracht habe, hat mich nicht nur persönlich die letzten Tage stark aus der Reserve gelockt, sondern ist wahrscheinlich auch für die meisten von uns interessant.


Wovon ich spreche sind eingeschlossene Emotionen. Der unterschwellige Ärger, die immer wieder aufkehrende Angst oder auch das uns kleinhaltende Schamgefühl. Und vielleicht springen deine Gedanken direkt zu "die schon wieder mit ihren Emotionen", aber let me explain..


Zwei Optionen..

Vielleicht kennst du das selber. Du bist eigentlich ganz entspannt, denkst an nichts Böses und plötzlich überrumpelt es dich: Gedanken an eine unangenehme Situation, ein Erlebnis aus der Vergangenheit, ein kurzer Moment und dein Herzschlag wird bereits etwas schneller. Die Gedanken beginnen schneller zu werden und dein Körper etwas unruhig.


Du hast jetzt zwei Optionen..


  1. Du kannst dich dafür entscheiden, das Gefühl mit der unterliegenden Emotion wegzudrücken. Nicht zu fühlen. Dich vielleicht abzulenken mit Arbeit, Social Media, Nachrichten oder einer Tafel Schokolade (die Optionen sind unendlich).

  2. Du kannst dich dafür entscheiden, neugierig hinzuschauen. Der Emotion Stück für Stück Luft und Raum zu geben.


Ich möchte an dieser Stelle bereits betonen, dass keine dieser Optionen per se richtig oder falsch ist. Denn ob wir bereit sind zu fühlen, hängt von vielen Faktoren und Umständen ab. Dazu weiter unten mehr..


Doch wo gehen Emotionen denn nun hin, wenn sie nicht gefühlt werden?

Schon mal drauf geachtet, was wir in unserer deutschen Sprache für interessante Redewendungen bezüglich unserer Emotionen und der eigenen Körperweisheit haben?


  • Ich habe die Nase voll.

  • Einen Frosch im Hals haben.

  • Das geht mir an die Nieren.

  • Wut im Bauch haben.

  • Ein gebrochenes Herz haben.

  • Das schlägt mir auf den Magen..

  • etc.


*Schreib gerne noch mehr dieser Redewendungen unten in die Kommentare. Ich bin gespannt deine Favoriten zu hören!!


Emotionen lassen sich nicht nur im Körper verorten, sondern haben auch einen direkten Einfluss auf unsere Physiologie. Und während wir häufig schnell damit sind Ursachen für unsere Themen im Außen zu suchen, liegt der Casus Knacksus nicht selten im Inneren.


Denn Emotionen können sich durchaus energetisch im Körper festsetzen.


E-motionen sind Energie in Motion. Energie, die bewegt werden möchte. Verkörpert und gefühlt. Wir können uns also auf kognitiver Ebene noch so viele schlaue Gedanken zu unseren Emotionen machen, doch am Ende des Tages bringt das alles nichts, wenn wir nicht irgendwann anfangen die angestaute Energie in Bewegung zu bringen.


Finnische Wissenschaftler haben übrigens eine interessante Studie herausgebracht, welche betrachtet, wo bestimmte Empfindungen im Körper auftreten. Den vollen Artikel gibt es hier.



🧬 Was das Nervensystem mit unseren Emotionen zu tun hat.

Ich hatte weiter oben bereits erwähnt, dass es durchaus Situationen geben kann, in welchen es ok ist sich abzulenken. Denn ob wir bereit sind bestimmte Emotionen zuzulassen, hängt stark davon ab, wie viel Kapazitäten unser autonomes Nervensystem dafür hat.


Damit meine ich auf der einen Seite den allgemeinen Zustand unseres Nervensystems und auf der anderen Seite die Umstände, in welchen wir uns befinden. Denn wir wollen nicht unbedingt im nächsten Business Meeting oder im Supermarkt damit anfangen unsere Emotionen zu prozessieren. Stattdessen hilft es unserem System ihm einen sicheren Raum zu geben, Zeit zu haben und eine Ausgangssituation, die es zulässt voll und ganz dabei zu bleiben.


Je mehr Sicherheit wir in uns selbst und unserer Umgebung finden, desto eher können wir auch Emotionen wahrnehmen und zulassen. Dabei spreche ich übrigens sowohl von denen, die wir allgemein als positiv bezeichnen, als auch den herausfordernden.


New Level, new Devil 👹

Eine interessante Beobachtung, die ich in meinem eigenen Leben und meinen eigenen Themen gemacht habe ist, dass je regulierter unser Nervensystem ist, desto mehr Raum geben wir ihm tiefere Themen hochzuholen.


Eine Emotion, die sich mir persönlich dabei immer wieder präsentiert hat, ist das Schamgefühl.


Scham tritt in der Regel immer dann auf, wenn wir das Gefühl haben, so wie wir sind nicht richtig zu sein.


Ein Thema, welches mich jahrelang begleitet hat und durch verschiedene Beziehungen in meinem Leben verstärkt und immer wieder hervor gekitzelt wurde.


Vielleicht kennst du diese Aussagen auch: "Jetzt sei doch nicht so sensibel", "Du bist komisch", "Das macht man halt so".. Sätze, die ich immer und immer wieder zu hören bekommen habe und lange auf mich persönlich bezogen habe.


Lange habe ich versucht diese Themen kognitiv zu lösen und darüber hinwegzuschauen. Bin dabei zu lange in einer Beziehung hängengeblieben, in welcher ich immer wieder verbal und emotional klein gehalten wurde. In welcher meine Bedürfnisse nicht anerkannt wurden.


Erst, als ich mir erlaubte Stück für Stück all die Trauer und die Wut, welche damit einherging zuzulassen, hat sich echte Veränderung gezeigt.


Während Scham selbst vielleicht unangenehm zu fühlen ist, zeigt es uns, wo wir Selbstrespekt gewinnen können.


Die Wut hilft uns dabei zu erkennen, wo Grenzen überschritten wurden und wo wir bestimmt klare Grenzen ziehen dürfen.


Was hat dir dein Körper zu sagen?

Vielleicht magst du dir an dieser Stelle selber einen Moment Zeit nehmen, um hinein zu spüren, wo es für dich persönlich vielleicht Themen gibt, die gesehen werden wollen.


  • Welche Verhaltensmuster treten immer und immer wieder auf?

  • Welche Geschichten kannst du einfach nicht abschütteln?

  • Welche Symptome zeigen sich auf körperlicher Ebene (z.B. Verdauungsbeschwerden, Müdigkeit, Verspannungen..)?

  • Wo in deinem Körper hältst du besonders viel Energie?


Es erfordert eine gewisse Ehrlichkeit mit uns selbst, doch diese Arbeit hält ein enormes Potenzial für mehr Wohlbefinden, gesündere Beziehungen oder auch mehr Energie im Leben.


Breathwork und somatisches Coaching für nachhaltige Veränderung.

Emotionen leben im Körper und genau deshalb macht es auch Sinn, sie genau dort zu treffen.


Du bist neugierig und möchtest erforschen, wie auch du Bewegung in deine innere Welt bringen kannst?


Breathwork bzw. die 2-stage Pranayama Meditation kann uns dabei helfen, den Weg vorbei am Verstand und raus aus dem Gedankenkarussell zu finden. Raum zu schaffen für neue Ideen und Ansätze.


In einer virtuellen 1:1 Breathwork Session geht es nicht darum, über Probleme zu reden oder diese zu analysieren, sondern zurück zu unserer Essenz zu kommen. Festgefahrene Energie zu bewegen. Anspannung in Bewegung zu bringen.


 

✍🏼 Schreib mit wie immer gerne direkt und vertraulich an hello@charlotteweiterer.com mit Fragen und Impulsen.


x Charlotte

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